Die Art, wie Ärztinnen und Ärzte medizinische Entscheidungen treffen, verändert sich gerade grundlegend. Nicht schrittweise, sondern an einem entscheidenden Punkt: dem Einstieg in die Informationssuche. Denn dieser beginnt immer häufiger nicht mehr bei klassischen Quellen, sondern bei KI. Ein Blick in den aktuellen coliquio KI-Report zeigt, wie weit diese Entwicklung bereits ist.
KI-Chatbots haben sich zum dominanten Interface entwickelt: Bereits 84 % der Ärzt:innen nutzen Systeme wie ChatGPT oder Gemini und damit deutlich häufiger als spezialisierte Anwendungen.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um erste Orientierung. Ärzt:innen nutzen KI konkret für zentrale Aufgaben im medizinischen Alltag:
- für die Recherche zu Indikationen (59 %),
- zur Einordnung von Wirkstoffen und Präparaten (57 %),
- zur Unterstützung bei Therapieentscheidungen (54 %) und sogar
- zur Unterstützung bei diagnostischen Fragestellungen (52 %).
Damit wird deutlich: KI ist nicht mehr nur ein Werkzeug zur Informationsbeschaffung – sie wird direkt im medizinischen Entscheidungsprozess eingesetzt.
Gleichzeitig zeigt der Report, dass sich diese Entwicklung nicht gleichmäßig verteilt. Es lassen sich drei klare Nutzertypen erkennen: 49 % der Ärzt:innen zählen zu den sogenannten Average Usern, die KI regelmäßig einsetzen. 19 % sind Heavy User, für die KI bereits fest in den Arbeitsalltag integriert ist. Und 31 % gehören zu den Low Usern, die KI bislang nur selten nutzen oder ihr skeptisch gegenüberstehen.
Für Pharmaunternehmen entsteht daraus eine neue Ausgangssituation. Denn wenn der Einstieg in die Recherche über KI erfolgt, verändert sich auch, wie Informationen wahrgenommen werden. Inhalte werden nicht mehr aktiv gesucht, sondern durch KI gefiltert, verdichtet und priorisiert. Das heißt, dass die Inhalte in KI-Antworten auffindbar sein müssen.
Checkliste - Wichtige Auswirkungen (und Unterstützung) für das Pharma‑Marketing
- Bessere Sichtbarkeit: KI filtert und priorisiert. Prägnante Kernaussagen und belastbare Evidenz entscheiden.
- Leichtere Formatverschiebung: Snippets, FAQs, Evidenz‑Summaries und Entscheidungsbäume werden wichtiger als alleinige Longreads.
- Bessere Maschinenlesbarkeit zählt: Semantische Struktur und maschinenlesbare Formate erhöhen die Chance, zitiert zu werden.
- Stärkung des Vertrauens durch Nachprüfbarkeit: Klare Quellen, Datums‑ und Zulassungsangaben sind Voraussetzung für Bestand in KI‑Antworten.
- Zielgruppendifferenzierung gelingt leichter: Heavy/Average/Low‑User brauchen unterschiedliche Tiefen und Formate.
- Schnellere Planung der Kanalstrategie: Die Präsenz in KI‑Ökosystemen, API‑Feeds ergänzt die Optimierung eigener HCP‑Kanäle.
- Neue KPIs: Sichtbarkeit in AI‑Antworten, Quellen‑Attribution und AI‑Impact ersetzen teils klassische Reichweitenmetriken.
- Chance für Mehrwert: KI eröffnet Potenzial für geprüfte Decision‑Support‑Tools und personalisierte HCP‑Services.
Webinar "KI in der Medizin"
Passend zum Thema bieten wir am 01.07.2025 von 14 bis 16 Uhr ein Webinar an, in dem wir insbesondere die Risiken hinsichtlich Datenschutz, Haftung und Dokumentationspflichten beim Einsatz von KI in der Arztpraxis beleuchten. Dazu zeigen wir, welche Entwicklungen aktuell in der ärztlichen Praxis relevant sind.
Denn bei aller technologischen Dynamik bleibt eines konstant: Ärztinnen und Ärzte orientieren sich an Themen, die für ihren Alltag entscheidend sind – insbesondere an rechtlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen. Genau hier setzt IWW an.
Sie haben als ausgewählter Pharmapartner die Möglichkeit, kostenfrei an diesem Webinar teilzunehmen. Erfahren Sie mehr über die Rahmenbedingungen und Perspektiven der medizinischen KI-Nutzung - und bekommen Sie einen Einblick in die Fragen der Ärztinnen und Ärzte zum Thema.
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